Riesenwandgemälde startet Stadtentwicklung am APA-Turm-Areal „Gunold Süd“

© Bohmann / Stadt Wien
APA-Areal: Mit XXL-Mural und ESC-Flair startet Stadtentwicklung. Österreichs größtes Wandgemälde verwandelt den ehemaligen APA-Tower vom grauen Riesen zum ESC-Hotspot und läutet die Stadtentwicklung ein.
Spektakuläres Opening am ehemaligen APA-Gelände in Döbling: Mit einem überwältigenden Farbfeuerwerk auf gigantischen 1.100 Quadratmetern ist der ehemalige APA-Tower aus seinem 21-jährigen Dornröschenschlaf erwacht. Der 52 Meter hohe Turm präsentiert nun Österreichs größtes Wandgemälde und markiert in leuchtenden Farben den Start eines neuen Stadtquartiers und urbaner Transformation bei der ab heute auch die Bürger*innenbeteiligung beginnt. Gleichzeitig wird das Gemälde zum internationalen Hotspot im Rahmen des Eurovision Song Contest-Offstage-Programms als Fixpunkt der Touren für internationale Delegationen.
Das aufsehenerregende Projekt ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Stadt Wien, dem Grundstückseigentümer BUWOG und der Wiener Streetart-Organisation Calle Libre. Bei einer Pressekonferenz wurde das Kunstwerk heute Vormittag – musikalisch begleitet von den U-Bahn-Stars – offiziell eröffnet.
Ein Farbenrausch in XXL
Drei Wochen lang ist mit intensiver künstlerischer Arbeit, 800 Litern Farbe und 830 Spraydosen ein Werk entstanden, das die Wiener Skyline neu definiert. Der international gefeierte Streetart-Künstler Okuda San Miguel hat mit „In Equality“ sein erstes Monument in Österreich geschaffen: Ein visuelles Manifest, das für Buntheit, Toleranz und Offenheit steht. Botschaften, die alle Projektbetreiber gleichermaßen mittragen.
Planung geht Hand in Hand mit Bürger*innenbeteiligung
Am 7.5.2026 von 15:00 – 19:00 Uhr startete vor Ort (Gunoldstraße 14, direkt beim APA-Tower, „Wild im West“) die Bürger*innenbeteiligung. Im Rahmen eines Beteiligungsfestes bestand die Möglichkeit, sich über die Planungen zu informieren, mit den Planer*innen ins Gespräch zu kommen und eigene Ideen, Anregungen und Vorschläge einzubringen. Zusätzlich wurden Führungen durch das Planungsgebiet angeboten. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten auch hier die U-Bahn-Stars mit einem Best-of der größten Song Contest Hits.
Für Menschen, die nicht am Beteiligungsfest teilnehmen konnten, besteht die Möglichkeit, online Wünsche und Ideen einzubringen. Ab heute 7. Mai (bis 31.5.2026) ist der Link zur Teilnahme freigeschaltet: www.wien.gv.at/stadtplanung/gunoldsued
Im weiteren Verlauf des Planungsprozesses für die Entwicklung des Stadtgebietes sind zudem weitere Beteiligungsformate geplant.
„In Equality“: Ungleichheiten sichtbar machen
Das Wandgemälde wurde kreiert vom spanischen und international anerkannten Urban Street Artist Okuda San Miguel, der erstmals eines seiner Werke auf einer Fassade in Österreich realisierte. Seine Bildsprache steht für eine farbintensive Komposition aus hybriden Figuren und geometrischen Formen. Unter dem Titel „In Equality“ richtet das Projekt die Aufmerksamkeit auf Ungleichheiten, die sich in gesellschaftlichen Strukturen, im sozialen Miteinander und in geschlechtsspezifischen Lebensrealitäten zeigen und passt damit perfekt zum ESC – ganz nach dem Motto „United by Music“.
Eingeladen wurde San Miguel von der Wiener Streetart Organisation Calle Libre. Dass dieses Statement ausgerechnet am ehemaligen APA-Turm realisiert wird, ist eine bewusste Entscheidung: „Wo früher Nachrichten produziert und verbreitet wurden, trägt nun eine Fassade im öffentlichen Raum eine Botschaft nach außen. Im Rahmen des ESC, der Wien in diesen Wochen international in den Fokus rückt, erhält diese Verbindung zusätzliche Sichtbarkeit“, sagt Jakob Kattner, Kurator und Vorstandsvorsitzender von Calle Libre.
Der Künstler, Okuda San Miguel, ergänzt: „Beim Projekt ‚In Equality‘ bildet die Architektur des APA-Turms den Ausgangspunkt, wobei die Form des Gebäudes einen visuellen Dialog mit seiner Umgebung schafft. Ich habe dafür eine Komposition entworfen, die von Farbe, abstrakter Geometrie und Dekonstruktion geprägt ist. Ich lade die Bevölkerung dazu ein, den städtischen Raum damit aus einer neuen, lebendigen und spannenden Perspektive zu betrachten.“
© Bohmann / Stadt Wien







